Minden und die Preußen

Preußenmuseum MindenNach dem westfälischen Frieden von 1648 wurde Minden brandenburg-preußische Verwaltungs-, Festungs- und Garnisonsstadt. Bis 1873 sicherten ihre ausgebauten Festungswälle die Provinz Westfalen gegen das Königreich Hannover ab.

Den Spuren dieser Zeit können Sie im Preußen-Museum nachgehen. Dort werden sie auf 1.500 Quadratmetern anhand zahlreicher Originale, aufwändiger Inszenierungen und moderner Ausstellungsmedien anschaulich präsentiert. Sie finden das Museum in der ehemaligen Defensionskaserne, einem der frühesten repräsentativen militärischen Großbauten, die noch heute das Stadtbild Mindens prägen.

FortC bildDas Garnisonslazarett, das Proviantmagazin, die Heeresbäckerei, das Fort C und der Bahnhof sind weitere Zeugnisse dieser Epoche. Die Gebäude im Stil des preußischen Klassizismus zeigen den Einfluss des bekannten Baumeisters Schinkel.

Ab 1845 wurden die Anlagen der 1844 in Bau genommenen Köln-Mindener-Eisenbahn in das Festungssystem einbezogen.
Als Stadt am Strom war Minden ein bevorzugter Siedlungsplatz, den es immer gegen äußere Feinde zu verteidigen galt. Zum anderen wurden durch die enge Bebauung innerhalb der Festungsmauern verheerende Brände zur Gefahr. Gegen diese Bedrohungen wurden Bürger zu Wehrdiensten eingezogen - die Vorläufer des späteren Mindener Bürgerbataillons.

Nachdem Schießübungen im 17. Jahrhundert für alle Mindener zur Pflicht gemacht worden waren, beschloss die Stadtvertretung, im Rahmen eines Festes den besten Schützen zu ermitteln und ihn ein Jahr lang von der Steuer zu befreien: Der Begriff des "Freischießens" war geprägt. Das Mindener Bürgerbataillon pflegt diese Tradition noch heute während eines mehrtägigen Festes, das bei Bürgern und Gästen großen Anklang findet.


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