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Zum zweiten Mal in Minden gaben historische Zeitinseln verschiedener Epochen spannende Einblicke in die Vergangenheit. Von Römern und Germanen über die Epochen des Mittelalters bis hin zur Kaiserzeit erstreckte sich der Reigen historischer Inszenierungen in der Altstadt. Dabei wurde die 1200-jährige Stadt Minden zur historischen Bühne für diese einzigartige und lebendige Darstellung der Weltgeschichte.

Sie konnten erleben, wie der Centurio seine Römercohorte durch das Mindener Land zur Varusschlacht führte, Kreuzritter im Lager des Wichgrafen am Dom lebten oder die Mindener Stadtmauer von den rüden Landsknechten des 17. Jahrhunderts mit ihrem Kanonenarsenal belagert werden. Lebendig wurde die Zeit um 1900, wenn die historischen Darsteller filmreif in Minden den weltweit einzigen Preußenzug in Szene setzten. Spannend waren auch die historischen Darstellungen der salischen und staufischen Zeit an den Mindener Kirchen, u.a. mit dem „Franco-Flämischen Contingent“, die Inszenierungen aus dem 18. Jh. und die Samurai-Gruppe „Takeda“. Eine besondere Attraktion für die ganze Familie waren die riesigen historischen Kinderspiele auf dem Marktplatz, an denen wohl bereits Ludwig der XIV. in Versailles seine Freude hatte.

Bilder von Oliver Hallmann
Fotos von Mindener Tageblatt
Fotos von Minden Marketing GmbH

Flyer Mindener Zeitinseln

 

flyer zi 2013     
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Am Anfang war das Feuer - Urgeschichte in Minden

 

Das Mindener Glacis wird in diesem Jahr erstmals Schauplatz einer steinzeitlichen Inszenierung. Besucher jeden Alters können eine fesselnde Darstellung des prähistorischen Alltags erleben. Seien Sie dabei, wenn Hartmut Albrecht von Blumammu mit den Besuchern Feuersteine bearbeitet und die Jagd mit anschließendem Zerlegen der Beute vorführt.

Germanen & Römer bei Minden (1.–3. Jh.)

 

altDie sogenannte „Varusschlacht“ im Jahre 9 n. Chr. als wohl bekannteste kriegerische Auseinandersetzung zwischen Germanen und Römern lässt die in der Folgezeit überwiegend friedlichen Beziehungen und den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen den beiden Kulturen oft in den Hintergrund rücken.
Verschiedene Darsteller und Gruppen geben einen Einblick in Alltagsleben und Handwerk (z.B. Textiltechnik, Wollverarbeitung, Lebensmittelzubereitung, Fischerei) der Germanen des 1.-3. Jh.s unserer Zeitrechnung wie auch germanische Bewaffnung und Kampfesweise, römische Legionäre vermitteln einen Eindruck vom Leben der Soldaten im Grenzland zum „freien Germanien“.

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Handwerk & geistliches Leben im Bannkreis der Domburg (7.-10. Jh.)

 

altFür die Jahrhunderte zwischen dem Untergang des römischen Reichs (4. Jh.) und der ersten Erwähnung Mindens gibt es keine schriftlichen Nachrichten. Aufgrund der Lagegunst - im Knotenpunkt der Handelsstraßen vom Rheinland und den Niederlanden in die Norddeutsche Tiefebene und an die Nord- und Ostseeküste - entwickelte sich aus den frühen Siedlungen schon früh ein politisch und kirchlich wichtiger Zentralort und in dessen Folge eine Marktsiedlung.
Am Dom werden in diesem Jahr Handwerk und geistliches Leben aus der Gründungszeit Mindens (um 800) erlebbar. Neben historischer Holzverarbeitung, Textiltechnik und Schmiedekunst können Sie auch die charakterisierende Darstellung einer Stiftsfrau in ottonischer Zeit bewundern.

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"Arme" Bauern - "Christliche" Ritter (11.-13. Jh.)

 

altSeit dem 11. Jh. entwickelte sich die Schicht des niederen Adels. Diese „Ritter“ gehörten auf den Hoftagen in Minden noch zum Gefolge der römisch-deutschen Kaiser. Sie wurden jedoch zur Belastung und man schickte Sie auf Kreuzzüge. Das Idealbild des „christlichen Ritters“ entstand. Die Mehrheit der damaligen Bevölkerung waren jedoch die Bauern. Wie sie lebten, was sich in dieser Zeit alles veränderte und das das Bild der „armen Bauern“ nicht immer zutraf, erfahren Sie an der Marienkirche.

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Wichgrafen & Bürgerfreiheit – Mittelalterliches Alltagsleben in Minden (12.-15. Jh.)

 

altDas 12. und 13. Jh. waren die Blütezeit des Adels und die Zeit seines Abstieges. Mit der Entstehung und des Wachstums der Städte erwuchs ihm ein mächtiger Kontrahent - das städtische Bürgertum. Mit der Herausbildung eines selbstbewussten und wirtschaftlich erstarkenden Bürgertums, welches den Stadtherren immer mehr Zugeständnisse abrang und nach politischer Unabhängigkeit strebte, wurde auch die moderne städtische Gesellschaft geboren. Dieser Prozess vollzog sich in fast allen deutschen Städten. In Minden aber stellt er sich als Musterbeispiel dar.
Im Dominnenhof zeigen die Gruppe Hortus Lupi und das Spätmittelalternetzwerk Vruntlike tohopesate, wie Bürger, Städter, aber auch der bischöfliche Hofadel lebten und arbeiteten.

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Die Reformation in Minden (1529-1535)

 

altIn diesem Jahr soll erstmals auch die Reformation in Minden als Thema der Zeitinseln aufgegriffen werden. Die Einführung der lutherischen Lehre führte, wie in vielen Städten, zu schweren Konflikten zwischen der bischöflichen Stadtherrschaft und den Bürgern. Zwar wurde 1530 in Minden die evangelische Kirchenordnung für die Stadt verkündet, aber Rat und Bürger, ja selbst die Reformatoren waren sich nicht immer einig.
In einem Zusammenspiel aus Reenactment und Schauspiel werden Szenen rund um den Prediger Nikolaus Krage, einen der führenden Mindener Reformatoren für den Besucher erlebbar werden.

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Die Welt wird größer – Japan zu Gast in Minden (16. Jh.)

 

altWas hat ein japanisches Feldlager mit Minden zu tun? Natürlich waren im 16. Jh. keine Japaner in Minden und Mindens Handelskontakte reichten damals, im Gegensatz zu heute, noch nicht bis Japan. Japan war den Europäer seit den Berichten Marco Polos im 13. Jh. über das Zipango (Goldland) genannte Land östlich Chinas bekannt. Als die Europäer 1543 in feste Beziehungen zu Japan traten, fand man eine sehr fremde Kultur vor. Dieses Land unterschied sich in seiner Gesellschaft, seinen Gebräuchen und der Geschichte völlig von allem, was man bislang kannte. Doch es gab auch eindeutige Parallelen zum Deutschland der frühen Neuzeit.
Auch in diesem Jahr entführt die Gruppe Takeda die Besucher wieder in die Zeit der Samurai ins Japan des 16. Jahrhunderts, um authentische Einblicke in das Alltagsleben des Adels dieser Epoche zu gewähren.

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Eine dunkle Zeit - Minden im 30-jährigen Krieg (1618-1648)

 

altIm Grüngürtel des Mindener Glacis zeigt die Gruppe Hortus Bellicus das Leben der Landsknechte im „Deutschen Krieg“, wie er auch genannt wurde, einer der dunkelsten Epochen der Deutschen Geschichte. Im Jahre 1634 erreichte der Krieg auch die Bischofsstadt Minden, die zuvor 9 Jahre unter katholischer Herrschaft war. Schwedische Truppen besetzen die Stadt. Minden wurde wieder protestantisch.
Gewinnen Sie einen Einblick in den Alltag der Söldner in der 1. Hälfte des 17. Jh.s. Erleben Sie historische Schießvorführen und das Waffenzelt von Armin König mit Ausrüstung und Bewaffnung verschiedener Epochen.

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"Freiheitskriege" - Westfälische Landwehr nach der Befreiung Mindens 1813 (1814)

 

altNachdem Kaiser Napoleon I. Preußen am 14.10.1806 bei Auerstedt und Jena vernichtend geschlagen hatte, wurde Minden dem Königreich "Westphalen" zugeschlagen. Nach der verheerenden Niederlage des Kaisers bei Leipzig (16.-19.10.1813) und dem Abzug der Franzosen aus Westfalen wurde Minden Teil des provisorischen preußischen "Generalgouvernement zwischen Rhein und Weser".
Zur Fortsetzung des sog. "Freiheitskrieges" gegen Napoleon wurden aus den Reihen der Bevölkerung Milizeinheiten, die westfälischen "Landwehren" ausgehoben. Die Idee, dass "jeder Bewohner eines Landes auch der natürliche Verteidiger desselben sei" (Scharnhorst), stieß in bei den westfälischen Untertanen Preußens auf wenig Begeisterung. Dementsprechend bedurfte es viel Arbeit, die Soldaten nach ihrem Heimaturlaub in Minden wieder zu motivieren und in Form zu bringen.
Eine dieser westfälischen Landwehrgruppen auf Heimaturlaub können sie an der Mindener Schiffmühle erleben. Besuchen Sie das Lager und sehen Sie Exerziervorführungen, Waffen, Ausrüstung und Uniformen von 1814 sowie das Kochen unter Feldbedingungen.

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Garnisons- & Festungsstadt Minden – Das preußische Militär in Minden (18. Jh. bis 1914)

 

altNachdem Kaiser Napoleon I. Preußen am 14.10.1806 bei Auerstedt und Jena vernichtend geschlagen hatte, wurde Minden dem Königreich "Westphalen" zugeschlagen. Nach der verheerenden Niederlage des Kaisers bei Leipzig (16.-19.10.1813) und dem Abzug der Franzosen aus Westfalen wurde Minden Teil des provisorischen preußischen "Generalgouvernement zwischen Rhein und Weser".
Zur Fortsetzung des sog. "Freiheitskrieges" gegen Napoleon wurden aus den Reihen der Bevölkerung Milizeinheiten, die westfälischen "Landwehren" ausgehoben. Die Idee, dass "jeder Bewohner eines Landes auch der natürliche Verteidiger desselben sei" (Scharnhorst), stieß in bei den westfälischen Untertanen Preußens auf wenig Begeisterung. Dementsprechend bedurfte es viel Arbeit, die Soldaten nach ihrem Heimaturlaub in Minden wieder zu motivieren und in Form zu bringen.
Eine dieser westfälischen Landwehrgruppen auf Heimaturlaub können sie an der Mindener Schiffmühle erleben. Besuchen Sie das Lager und sehen Sie Exerziervorführungen, Waffen, Ausrüstung und Uniformen von 1814 sowie das Kochen unter Feldbedingungen.

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„Die CSS Alabama auf der Weser?“ – Verflechtungen: Minden & der amerikanische Bürgerkrieg“

 

altIm amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) kämpften rund eine halbe Millionen Deutsche. Sie stellten auf Seiten der Union allein rund 23 Prozent der Soldaten. Gut die Hälfte dieser  Deutschen war noch in Deutschland, zumeist in Hannover oder Preußen geboren. Auch aus Minden kamen zahlreiche Bürgerkriegsteilnehmer: Der preußische Offizier, Journalist und Marxist Weydemeyer, Begründer der „American Workers League“ und Oberst der Unionsarmee, wie auch der bei Minden geborene einfache Gefreite Wellmann, der sein Tagebuch hinterlassen hat, aus dem er ihnen von seinen Kriegserlebnissen erzählen wird. Und auch in Minden standen während des vermeintlich fernen Krieges die Webstühle still und tatsächlich, man machte sich ernsthaft Gedanken darüber, was zu tun wäre, wenn das größte Kriegsschiff der Konföderierten in die Weser einfahren sollte...
Erleben Sie an der Weserpromenade das harte Lagerleben der „Blauen und die Grauen“, den Drill und Geschützvorführungen und erfahren sie mehr über Minden und den amerikanischen Bürgerkrieg.

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Der Preußenzug zur Kaiserzeit um 1900

 

altAm Bahnhof Oberstadt hat man sich auch in diesem Jahr wieder festlich gerüstet, denn der deutschlandweit einzige Preußenzug rollt mit den Besuchern in das historische Minden um 1913 ein. Erleben Sie Alltagssituationen, wie sie vor 100 Jahren möglicherweise passiert sein könnten und lassen Sie sich treiben von dem illustren Schauspiel der Akteure.

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Hier und heute – Sich Zeit nehmen auf dem Mindener Markplatz

Der Marktplatz in der Mindener Innenstadt soll auch in diesem Jahr wieder zum geselligen Verweilen einladen. Eine besondere Attraktion sind die riesigen Holzspiele, an denen wohl bereits Ludwig der XIV. in Versailles seine Freude hatte. Eine Auswahl an Gastronomie und Entertainment macht diesen Platz zur Anlaufstelle für die gesamte Familie.

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